Büromöbel
A
Ablagefach: Offenes oder geschlossenes Fach zur systematischen Ablage von Dokumenten und Büromaterialien, das durch präzise Korpusverbindungen und exakte Maße charakterisiert ist.
Ahorn: Helles, feinporiges Hartholz mit gleichmäßiger Struktur, das sich durch seine Härte und Formstabilität besonders für hochwertige Büromöbel eignet und eine hervorragende Oberflächenqualität ermöglicht.
Aktenschrank: Aufbewahrungsmöbel mit standardisierten Innenmaßen für Aktenordner, typischerweise mit einer Fachtiefe von 35-40 cm und einer Fachhöhe von mindestens 32 cm für die stehende Lagerung von Ordnern.
Anschlagdämpfer: Mechanisches Bauteil zur Geräuschminderung und Schonung der Möbelsubstanz beim Schließen von Türen und Schubladen, das durch Elastomere oder pneumatische Systeme funktioniert.
Arbeitsplatte: Horizontal angeordnete Platte als Arbeitsfläche, die erhöhten mechanischen und chemischen Belastungen standhalten muss und deshalb aus besonders widerstandsfähigen Materialien gefertigt wird.
B
Beschlag: Metallene Funktionsteile am Möbel wie Scharniere, Schlösser und Griffe, deren fachgerechte Montage wesentlich für die Funktionssicherheit und Langlebigkeit ist.
Bücherschrank: Korpusmöbel mit offenen oder verglasten Fächern zur Aufbewahrung von Fachliteratur, wobei die Fachböden auf die Belastung durch Bücher ausgelegt sein müssen.
Bürostuhl: Ergonomisches Sitzmöbel mit verstellbaren Komponenten, das zwar nicht typischerweise vom Tischler gefertigt wird, aber in der Büroplanung berücksichtigt werden muss.
C
Container: Mobiles oder feststehendes Unterschrankmöbel mit mehreren Schubkästen, das typischerweise unter dem Schreibtisch positioniert wird und dessen Abmessungen der DIN 4549 entsprechen sollten.
Chefschreibtisch: Großformatiger Arbeitstisch mit repräsentativem Charakter, oft als Winkeltisch oder mit Anbautisch ausgeführt, wobei massive Holzarten und aufwendige Furnierungen zum Einsatz kommen.
D
Dämpfung: Technische Vorrichtung zur kontrollierten Bewegungsverzögerung bei Schubladen und Türen, die durch hydraulische oder pneumatische Systeme realisiert wird und den Bedienkomfort erhöht.
Deckplatte: Obere horizontale Abschlussplatte eines Korpusmöbels, die konstruktiv mit den Seitenwangen verbunden wird und für die Standfestigkeit mitverantwortlich ist.
Dübellochbohrung: Präzise Bohrung zur Aufnahme von Verbindungsdübeln, deren exakte Positionierung mittels Lochreihenbohrmaschine oder CNC-Aggregat erfolgt und für die Maßgenauigkeit entscheidend ist.
E
Eiche: Hartes, dauerhaftes Laubholz mit ausgeprägter Maserung und natürlicher Resistenz, das sich durch seine mechanische Festigkeit und dekorative Wirkung für hochwertige Büromöbel auszeichnet.
Einlegeboden: Verstellbarer Fachboden, der auf Bodenträgern ruht und eine flexible Innenraumgestaltung ermöglicht, wobei die Durchbiegung bei Belastung normativ begrenzt ist.
Ecklösung: Spezielle Möbelkonfiguration zur optimalen Raumnutzung in Raumecken, die durch angepasste Korpusgeometrien und spezielle Türanschläge realisiert wird.
F
Fachboden: Horizontale Trennebene im Korpus, die je nach Belastung und Spannweite aus unterschiedlichen Plattenwerkstoffen gefertigt und durch Bodenträger oder feste Verbindungen gehalten wird.
Furnier: Dünne Holzschicht zur dekorativen Oberflächengestaltung, die durch Messern oder Schälen gewonnen und auf Trägerplatten aufgebracht wird, wobei die Furnierrichtung und Maserführung gestalterisch bedeutsam sind.
Furnierholz: Hochwertiges Massivholz, aus dem durch spezielle Schnittverfahren dünne Blätter für die Oberflächenveredelung gewonnen werden, wobei besonders dekorative Stämme Verwendung finden.
G
Gehrungsverbindung: Eckverbindung mit 45-Grad-Schnitten, die eine fugenlose optische Fortsetzung der Oberfläche ermöglicht und durch Zusatzmaßnahmen wie Flachdübel mechanisch verstärkt wird.
Gleiter: Kunststoff- oder Filzelemente an Möbelfüßen zum Bodenschutz und zur Geräuschminderung beim Verschieben, die materialabhängig ausgewählt werden müssen.
Griffleiste: Horizontale oder vertikale Leiste zur Betätigung von Türen und Schubladen, die durch ihre ergonomische Formgebung und sichere Befestigung charakterisiert ist.
H
Hartholz: Laubholz mit hoher Rohdichte über 550 kg/m³, das sich durch besondere Festigkeit und Verschleißresistenz auszeichnet und für stark beanspruchte Büromöbel bevorzugt wird.
Hängeregistratur: Aufbewahrungssystem mit an Tragschienen hängenden Mappen, das standardisierte Innenmaße von 330 mm Breite und 240 mm Tiefe erfordert und eine übersichtliche Dokumentenablage ermöglicht.
Highboard: Hoher Korpusschrank mit kombiniertem Stauraum aus offenen und geschlossenen Bereichen, der durch seine Höhe von typischerweise 120-150 cm eine optimale Raumausnutzung bietet.
I
Innenschubkasten: Im Korpusinneren geführte Schublade mit Vollauszug oder Telauszug, deren Führungssysteme präzise montiert werden müssen, um ein einwandfreies Laufverhalten zu gewährleisten.
Integriertes Kabelmanagement: Konzept zur verdeckten Führung elektrischer Leitungen durch Kabelkanäle, Durchführungen und Kabelwannen, das die Arbeitssicherheit erhöht und die Ästhetik wahrt.
K
Kabelkanal: Längliches Profil zur Aufnahme und geordneten Führung von Kabeln, das in Arbeitsplatten eingelassen oder als Anbauteil montiert wird und den Zugang zu elektrischen Anschlüssen sicherstellt.
Kantenprofil: Abschlussprofil zur Verkleidung von Plattenkanten, das aus Massivholz, Kunststoff oder beschichteten Materialien besteht und durch Verleimen, Aufpressen oder Einfräsen befestigt wird.
Kastenmöbel: Grundform des Korpusmöbels mit rechteckigem Grundriss, bestehend aus Boden, Deckel, Rückwand und Seitenwänden, das die Basis für Schränke und Container bildet.
Kirschbaum: Mittelschweres Laubholz mit rötlichbrauner Färbung und feiner Textur, das aufgrund seiner Eleganz und guten Bearbeitbarkeit für anspruchsvolle Büromöbel geschätzt wird.
Konferenztisch: Großformatiger Tisch für Besprechungen, der durch stabile Unterkonstruktionen, Medienintegration und hochwertige Oberflächen charakterisiert ist und je nach Nutzung als Einzel- oder Segmenttisch ausgeführt wird.
Korpus: Grundkörper eines Möbels aus miteinander verbundenen Platten, der die tragende Struktur bildet und dessen Konstruktion die Stabilität und Maßhaltigkeit bestimmt.
L
Lackierung: Oberflächenbehandlung mit Decklacken zur Versiegelung und Farbgebung, die in mehreren Arbeitsgängen aufgetragen wird und eine widerstandsfähige, pflegeleichte Oberfläche erzeugt.
Lamellentür: Türkonstruktion mit horizontal oder vertikal angeordneten Lamellen, die Luftzirkulation ermöglicht und deshalb für Technikschränke oder in warmen Klimazonen eingesetzt wird.
Laufschiene: Führungselement für Schubladen oder Auszüge, das je nach Ausführung als Kugelauszug, Rollenauszug oder Softclose-System die Bewegung führt und trägt.
Lowboard: Niedriger Korpusschrank mit einer Höhe von typischerweise 60-90 cm, der als Sideboard oder Medienmöbel dient und häufig mit offenen und geschlossenen Fächern kombiniert wird.
M
Massivholz: Durchgängig aus Vollholz bestehendes Material ohne Verbundstoffe, das durch natürliche Maserung und Haptik überzeugt, jedoch Holzfeuchteänderungen durch Quellen und Schwinden unterliegt.
Mittelwand: Vertikale Trennwand innerhalb eines Korpus zur Fachaufteilung, die konstruktiv zur Aussteifung beiträgt und durch Bohrungen die Montage von Bodenträgern ermöglicht.
Möbelverbinder: Spezialbeschlag zur lösbaren Verbindung von Möbelteilen, der aus zwei Komponenten besteht und durch Verschrauben eine kraftschlüssige Eckverbindung herstellt.
N
Nussbaum: Edles Hartholz mit dunkelbrauner Färbung und lebhafter Maserung, das durch seine dekorative Wirkung und mechanische Eigenschaften für repräsentative Büromöbel prädestiniert ist.
Nutverbindung: Längsfuge zwischen zwei Bauteilen durch gefräste Nut und eingesetzten Nutfüller, die eine formschlüssige Verbindung herstellt und bei Massivholzkonstruktionen Bewegungen ausgleicht.
O
Oberflächenbehandlung: Veredelung der Holzoberfläche durch Ölen, Wachsen, Lackieren oder Beizen, die den Schutz vor Verschmutzung und Feuchtigkeit gewährleistet und die Optik bestimmt.
Ordnerschrank: Spezieller Aktenschrank mit auf Ordnermaße abgestimmten Fächern, deren Tiefe mindestens 32 cm und deren Höhe mindestens 32 cm beträgt, um Standardordner aufrecht zu lagern.
Ölen: Oberflächenbehandlung mit natürlichen oder synthetischen Ölen, die ins Holz eindringen und eine offenporige, natürlich wirkende Oberfläche erzeugen, jedoch regelmäßige Pflege erfordert.
P
Parkett: Im Möbelbau selten verwendete Bezeichnung für furnierte oder massive Holzoberflächen, die jedoch vom Grundsatz her vom Parketthandwerk abweichende Verarbeitungstechniken erfordern.
PC-Schrank: Spezialmöbel zur Aufnahme von Computergeräten mit Kabelführung, Lüftungsöffnungen und Tastaturauszug, das den ergonomischen und technischen Anforderungen moderner Arbeitsplätze entspricht.
Plattenwerkstoff: Industriell gefertigtes Flächenmaterial wie Spanplatte, MDF oder Sperrholz, das durch definierten Aufbau dimensionsstabil ist und als Grundmaterial für Korpusmöbel dient.
Profilleiste: Schmales, profiliertes Holzelement zur dekorativen Gliederung oder konstruktiven Verstärkung von Möbelfronten, das durch Verleimen oder Verstiften befestigt wird.
Q
Querfurnierung: Furnierverleimung mit senkrecht zur Hauptrichtung verlaufender Maserung, die aus gestalterischen Gründen eingesetzt wird und besondere Anforderungen an die Untergrundvorbereitung stellt.
Quellung: Volumenzunahme von Holz durch Feuchteaufnahme, die bei Massivholzkonstruktionen durch konstruktive Maßnahmen wie Bewegungsfugen berücksichtigt werden muss.
R
Rahmentür: Türkonstruktion aus umlaufendem Massivholzrahmen mit eingelegter Füllung, die traditionelle Handwerkskunst zeigt und durch ihre Stabilität und Reparaturfähigkeit überzeugt.
Registraturschrank: Spezialmöbel für Hängeregistraturen mit ausziehbaren Tragschienen, das präzise Innenmaße und stabile Auszugsmechaniken erfordert.
Rollcontainer: Mobiler Container mit Lenkrollen zur flexiblen Positionierung im Büro, dessen Abmessungen die Unterfahrbarkeit unter Schreibtischplatten ermöglichen müssen.
Rückwand: Vertikale Rückseite eines Korpusmöbels, die aus dünnen Platten oder Massivholz besteht und zur Aussteifung sowie zum Staubschutz dient.
S
Sattelschrank: Schranktyp mit unterschiedlich hohen Korpusteilen zur optimalen Raumausnutzung und ergonomischen Anpassung, der individuelle Planungen erfordert.
Scharnierbohrung: Präzise Topfbohrung mit typischerweise 35 mm Durchmesser zur Aufnahme von Topfscharnieren, deren exakte Positionierung für einwandfreie Türfunktion essentiell ist.
Schreibtisch: Zentrales Arbeitsmöbel mit horizontaler Arbeitsfläche und Beinen oder Wangen, das nach ergonomischen Normen eine Arbeitshöhe von 72-76 cm aufweist und oft mit Verstaumöglichkeiten kombiniert wird.
Schubkasten: Herausziehbares Behältnis zur Aufbewahrung, das auf Führungssystemen läuft und dessen Zargen durch Zinken, Schwalbenschwänze oder moderne Verbindersysteme gefügt werden.
Sideboard: Niedriger Schrank mit Türen und/oder Schubladen, der als freistehendes oder wandmontiertes Möbel dient und durch seine reduzierte Höhe Sichtachten im Raum offenhält.
Softclose: Selbsteinzugssystem für Türen und Schubladen mit integrierter Dämpfung, das durch hydraulische Kolben sanftes und geräuscharmes Schließen gewährleistet.
Spanplatte: Holzwerkstoffplatte aus verleimten Holzspänen mit definiertem Dichteprofil, die als kostengünstige Trägerplatte für furnierte oder beschichtete Oberflächen dient.
Sperrholz: Mehrschichtiger Plattenwerkstoff aus kreuzweise verleimten Furnieren, der durch seinen Lagenaufbau hohe Festigkeit und Formstabilität aufweist.
Standfuß: Auflager zur Höheneinstellung und Lastverteilung von Möbeln, das aus Metall oder Kunststoff besteht und Unebenheiten des Untergrunds ausgleicht.
T
Tastaturablage: Ausziehbarer Flachkasten oder Platte zur ergonomischen Positionierung der Tastatur unterhalb der Arbeitsfläche, der durch flache Schubladenführungen realisiert wird.
Topfband: Modernes Möbelscharnier mit zylindrischem Topf zur Aufnahme in die Türinnenseite, das werkzeuglose Justierung in drei Achsen ermöglicht und verschiedene Öffnungswinkel bietet.
Türdämpfer: Mechanismus zur Verzögerung der Schließbewegung, der Beschädigungen verhindert und den Bedienkomfort erhöht, indem er die kinetische Energie kontrolliert abbaut.
U
Unterbau: Tragende Konstruktion unterhalb der Arbeitsfläche, die aus Standcontainern, Wangen oder Gestellen besteht und die statische Funktion sowie Verstaumöglichkeiten übernimmt.
Unterschrank: Korpusmöbel zur Positionierung unter Arbeitsplatten oder Theken, das durch seine Höhe von typischerweise 70-75 cm die Gesamthöhe des Arbeitsplatzes mitbestimmt.
V
Verblendung: Flächige Verkleidung sichtbarer Korpuskanten mit Massivholz, Furnier oder Kunststoffkanten, die dem Möbel ein hochwertiges Erscheinungsbild verleiht.
Vitrinen: Schrank mit verglasten Fronten zur sichtbaren Präsentation von Exponaten, der besondere Anforderungen an Beleuchtung, Statik und Schließmechanik stellt.
Vollauszug: Schubladenführung, die das vollständige Herausziehen des Kastens ermöglicht und damit den kompletten Zugang zum Stauraum gewährleistet.
W
Wange: Vertikale seitliche Stützplatte bei Tischen und Regalen, die konstruktiv die Lasten aufnimmt und durch ihre flächige Form stabilisierend wirkt.
Weichholz: Nadelholz mit geringerer Rohdichte, das aufgrund begrenzter Verschleißfestigkeit für Büromöbel weniger geeignet ist und hauptsächlich für untergeordnete Bauteile verwendet wird.
Winkeltisch: L-förmige Schreibtischkombination zur optimalen Raumnutzung, die einen Haupt- und einen Anbautisch verbindet und erweiterte Arbeitsflächen bietet.
Z
Zargenverbindung: Fügetechnik bei Schubkästen durch Zinken, Schwalbenschwanz oder moderne Verbinderssysteme, die für Festigkeit und Langlebigkeit der hochbelasteten Baugruppe sorgt.
Zierleiste: Schmales Profilholz zur optischen Gliederung und Veredelung von Möbelfronten, das die handwerkliche Qualität unterstreicht und stilistische Akzente setzt.
Zinkenverbindung: Traditionelle kammförmige Eckverbindung aus ineinandergreifenden Zinken und Zwischenräumen, die durch große Leimflächen hohe Festigkeit erzielt und bei Schubkästen Verwendung findet.
Zylinderschloss: Schließmechanismus mit auswechselbarem Schließzylinder zur Sicherung von Schränken und Schubladen, der verschiedene Sicherheitsstufen und Schließanlagen ermöglicht.
